Pflanzen und Bäume auf Curacao


Curacao bietet eine abwechslungsreiche Landschaft, die von üppigen tropischen Gärten bis hin zu trockenen Hügellandschaften reicht. Die Insel ist ein wahres Paradies für Pflanzenliebhaber.

 

In den botanischen Gärten und privaten Höfen Curacaos findet man eine Vielzahl exotischer Pflanzen und Blumen. Die Divi-Divi-Bäume, mit ihren charakteristisch verdrehten Stämmen, sind ein Wahrzeichen der Insel. Besonders beeindruckend sind die blühenden Bougainvillea, die mit ihren leuchtenden Farben die Landschaft schmücken. Auch die Flammenbäume (Delonix regia) sorgen mit ihren großen, feuerroten Blüten für spektakuläre Farbtupfer in der Landschaft.

 

Die einzigartige Flora von Curacao ist nicht nur schön, sondern auch ökologisch wertvoll. Verschiedene Schutzprogramme und Naturschutzgebiete auf den Inseln setzen sich dafür ein, diese wertvollen Ökosysteme zu erhalten. Besucher werden ermutigt, die natürliche Schönheit der Inseln zu genießen und gleichzeitig ihren Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten.

 

Die Flora von Curacao ist genauso vielfältig und beeindruckend wie ihre Strände und Unterwasserwelt.

 

Die blühende Natur auf Curacao bieten einen einzigartigen Einblick in die Anpassungsfähigkeit und Schönheit der Natur. 

 

Barba di Kadushi

Barba di Kadushi, wörtlich „Kaktusbart“, ( Tillandsia recurvata ) ist eine Pflanze, die häufig kleine Nester auf Bäumen und Kakteen bildet. 

Obwohl sie auch "Ball Moss" genannt wird, ist sie kein Moos, sondern eine Bromelie – also verwandt mit der Ananas.

 

  • Der Name: Sie heißt „Kaktusbart“, weil sie als Epiphyt (Aufsitzerpflanze) extrem gerne auf den Säulenkakteen (Kadushi) siedelt. Von weitem sieht es so aus, als würden dem Kaktus graue, struppige Haarbüschel aus den Seiten wachsen.

 

  • Überlebenskünstler: Sie ist eine reine Luftpflanze. Sie entzieht dem Kaktus keine Nährstoffe (sie ist kein Parasit!), sondern nutzt ihn nur als "Logenplatz", um Licht und Regenwasser einzufangen. Ihre silbrigen Schuppen (Trichome) sind wie winzige Saugnäpfe, die Feuchtigkeit direkt aus der Luft aufsaugen. Manchmal findet man sie auch auf Stromleitungen! Das beweist, dass sie wirklich nichts vom Untergrund braucht außer einem Platz zum Festhalten.

 

  • Wuchsform: Sie bildet charakteristische, graugrüne Kugeln, die etwa so groß wie ein Golfball oder eine Faust werden. Wenn sie blüht, treibt sie feine, violette Blütenstände aus.

 

Trotz der Dürre auf der Insel finden sich noch immer verschiedene Orchideen- und Bromelienarten. Die Tillandsia recurvata gilt auf Curaçao als Indikator für die Zähigkeit der Natur. In trockenen Zeiten schrumpft sie zusammen und wird fast staubgrau, um bei den ersten Regentropfen sofort wieder prall und grünlich zu werden.

 


Datu

Datu (Stenocereus griseus) (spanisch oft „Pitayo de Mayo“) ist eine Pflanzenart der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Der säulenförmige Kaktus stammt ursprünglich aus Venezuela und angrenzenden Gebieten. Er zeichnet sich durch seine grauen Dornen und seine bis zu 15 Meter hohe Wuchsform aus.

Die weißliche bis rosafarbene Blüten, blühen nachts bis in den Morgen. Die Früchte sind essbar.

 

Die Blüten wurden früher gekocht, um Augen- oder Mundabszesse zu behandeln.

Der "Lebende Zaun" (Tranké)

Das ist die wohl berühmteste Verwendung des Datu auf Curaçao, Aruba und Bonaire. Da Holz früher knapp und teuer war, nutzten die Bewohner die natürliche Abwehrkraft des Kaktus:

  • Anpflanzung: Man schneidet junge Datu-Säulen ab und pflanzt sie extrem dicht nebeneinander in den Boden.

  • Das Ergebnis: Die Säulen wachsen an und bilden eine undurchdringliche, stachelige Wand. Kein Esel, keine Ziege und kein ungebetener Gast kommt durch einen gut gepflegten Datu-Zaun.

  • Pflege: Diese Zäune werden regelmäßig gestutzt, damit sie nicht zu hoch werden und ihre Dichte behalten. 

 

Datu vs. Kadushi: Der kleine Unterschied

Man kann sie leicht verwechseln, aber es gibt zwei klare Merkmale:

 

  1. Wuchsform: Der Datu wächst meist in mehreren parallelen Säulen direkt aus der Basis nach oben (wie ein Kerzenleuchter). Der Kadushi bildet oft einen dicken Stamm und verzweigt sich weiter oben wie ein Baum.

  2. Die Rippen: Der Datu hat meist weniger Rippen (oft 6 bis 10) als der Kadushi, was ihm ein kantigeres, sternförmiges Profil im Querschnitt verleiht.

Die Früchte: Yatu

Der Datu bringt wunderbare Früchte hervor, die lokal oft Yatu genannt werden:

 

  • Sie sind rund, rötlich und – Achtung – mit feinen Stacheln besetzt.

  • Das Fruchtfleisch ist tiefrot, süß und erinnert geschmacklich an eine Mischung aus Drachenfrucht und Kiwi.

  • Man muss sie vorsichtig schälen, aber sie sind eine echte Delikatesse der trockenen Tropen.

Datu-Kadushi-curacao

Divi Divi

Divi - Divi - Baum - Curacao

1. Das Aussehen: Der „Kompass“ der Insel

Der Divi-Divi-Baum (botanisch: Libidibia coriaria oder Caesalpinia coriaria) ist eines der bekanntesten Wahrzeichen von Curaçao und den anderen ABC-Inseln (Aruba und Bonaire). Er wird lokal oft auch Watapana genannt.

 

Hier ist das Wichtigste, was du über diesen markanten Baum wissen musst:

2. Wirtschaftliche Bedeutung (Damals)

Früher war der Divi-Divi-Baum ein wichtiges Exportgut für die Insel:

 

  • Gerbstoffe: Seine S-förmig gebogenen, braunen Samenhülsen enthalten sehr viel Tannin (Gerbsäure).

  • Export: Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurden tonnenweise Hülsen nach Europa (vor allem in die Niederlande und nach Deutschland) verschifft, um dort in der Lederindustrie zum Gerben verwendet zu werden.

3. Verwechslungsgefahr: Divi-Divi vs. Fofoti

Viele Touristen verwechseln den Divi-Divi-Baum mit dem Fofoti-Baum.

  • Der Divi-Divi (Watapana) wächst eher im Landesinneren auf felsigem Boden.

  • Der Fofoti ist der Baum, den man oft direkt an den weißen Sandstränden (wie auf Postkarten) sieht. Er hat meist mehrere Stämme, die aus dem Sand ragen, während der Divi-Divi einen klassischen Stamm besitzt.

4. Ein Name, der hängen bleibt

Der Baum ist so identitätsstiftend für die Region, dass er Namensgeber für viele lokale Unternehmen ist. Die bekannteste ist wohl die Airline Divi Divi Air, die Curaçao mit den Nachbarinseln verbindet und den Baum sogar in ihrem Logo führt.


Dreifi di Laman

Warum der Dreifi di laman so besonders ist

  • Die Blätter: Sie sind das Markenzeichen des Baumes – groß, kreisrund, fast ledrig und sehr robust. Da sie extrem salzwasser- und windtolerant sind, dienen sie oft als natürlicher Sonnenschutz.

  • Die Früchte: Die "Trauben" wachsen in hängenden Rispen. Wenn sie reif sind, färben sie sich von hellgrün zu einem tiefen Purpur oder Violett.

 

  • Geschmack: Sie sind essbar! Der Geschmack ist eine Mischung aus süß und leicht herb-säuerlich, mit einem recht großen Kern in der Mitte.
  • Verwendung: Man isst sie entweder direkt vom Baum oder verarbeitet sie zu Marmelade und dem berühmten „Sea Grape Wine“.

 

  • Natürlicher Küstenschutz: Mit seinem tiefen und weitreichenden Wurzelsystem ist der Dreifi di Laman entscheidend, um die Erosion der Strände bei Stürmen zu verhindern. 

Ein kleiner "Insel-Hack":

Früher wurden die großen, festen Blätter oft als natürliche Postkarten benutzt. Man kann mit einem Stock oder Kugelschreiber eine Nachricht in die Oberfläche ritzen, und wenn das Blatt trocknet, bleibt die Schrift dauerhaft sichtbar.


Indju

Der Überlebenskünstler

Der Indju hat eines der tiefsten Wurzelsysteme der Pflanzenwelt. Seine Wurzeln können bis zu 50 Meter tief in die Erde vordringen, um Grundwasser zu finden. Deshalb bleibt er selbst in den extremen Dürreperioden der Inseln saftig grün, während alles andere um ihn herum braun wird.

Nutzen und Tradition

Früher war der Indju eine existenzielle Ressource für die Inselbewohner:

 

  • Die Schoten: Die langen, gelblichen Hülsenfrüchte sind reich an Zucker und Protein. Sie dienten früher als wichtiges Viehfutter für Ziegen und Esel. In Notzeiten wurde daraus sogar Mehl für den menschlichen Verzehr gemahlen. Aus den nahrhaften Schoten wurden früher auch Honig, Sirup, Mehl, Bier und Leim hergestellt wurden. Reife Samen können über Nacht eingeweicht und dann wie Kidneybohnen gebacken werden. Die Samen sind reich an Protein (sie enthalten etwa 29 % Protein, 48 % Kohlenhydrate und 14 % Fett) und haben Potenzial für die Verwendung als Lebensmittel für den Menschen.

    Das getrocknete, pulverisierte Samenkorn weist eine Verdaulichkeit von 67 % auf, die sich durch Kochen auf 76 % erhöht – dies ist höher als bei vielen gängigen Hülsenfrüchten.

 

  • Das Holz: Es ist extrem hart, schwer und witterungsbeständig. Man nutzte es für den Hausbau, für Zaunpfosten oder zur Herstellung von Holzkohle, da es sehr heiß und lange brennt.

 

 

  • Schatten: In der glühenden Mittagshitze ist die ausladende Krone des Indju oft der einzige Ort, an dem Mensch und Tier Kühlung finden.

Die Schattenseite

Obwohl er ein Symbol der Inseln ist, hat der Indju einen zwiespältigen Ruf:

  • Die Dornen: Seine Äste sind mit harten, spitzen Dornen besetzt, die mühelos durch dünne Schuhsohlen oder Autoreifen dringen können.

  • Invasivität: Da er so effizient Wasser zieht, verdrängt er oft einheimische Pflanzen, wenn er sich zu stark ausbreitet.


Infrou

Der Infrou oder Feigenkaktus gehört zur Gattung der Opuntien (Opuntia wentiana oder Opuntia elatior). Du erkennst ihn sofort an seinen flachen, ohrförmigen Trieben, die wie grüne Paddel aussehen. 

 

  • Die Dornen-Falle: Der Infrou ist berüchtigt. Er hat nicht nur lange, sichtbare Dornen, sondern auch winzige, fast unsichtbare Widerhaken, sogenannte Glochiden. Wenn man ihn nur leicht streift, bleiben diese feinen Härchen in der Haut stecken und verursachen ein tagelanges, brennendes Jucken.

  • Wuchsform: Er wächst meistens niedrig und buschig, oft in dichten Matten am Boden, was ihn zu einem natürlichen Hindernis im Gelände macht.

Die Bedeutung auf den Inseln

Trotz seiner Stacheln ist der Infrou tief in der Kultur verwurzelt:

 

  • Der "Schwiegereltern-Kaktus": Ein humorvoller (und etwas boshafter) lokaler Beiname ist Stoel van de Schoonmoeder (Schwiegermutterstuhl) – wegen der offensichtlichen Unbequemlichkeit beim Hinsetzen.

 

  • Die Frucht (Blauchi): Die Früchte des Infrou sind rötlich-violett und werden oft Blauchi genannt. Sie sind essbar und sehr süß, aber man muss sie extrem vorsichtig mit einer Zange ernten und schälen, um die feinen Stacheln nicht in die Zunge zu bekommen.

 

  • Naturheilmittel: Das Innere der Kaktuspaddel (das schleimige Fleisch) wurde traditionell als kühlende Auflage bei Verbrennungen oder Entzündungen genutzt – ähnlich wie Aloe Vera.

 

  • Tierfutter: Während schwerer Dürreperioden wurden seine Stacheln abgebrannt und die Blätter als Notfutter an Rinder verfüttert. 

 

 

Pro-Tipp vom Kunuku: Falls doch mal ein winziger Stachel in der Hand landet: Klebeband! Ein Stück Panzertape oder starkes Klebeband auf die Stelle drücken und ruckartig abziehen. Das zieht die unsichtbaren Härchen meist besser raus als jede Pinzette.


Kadushi

Wenn du auf Curaçao unterwegs bist, ist der Kadushi (Cereus repandus, auch Felsenkaktus genannt) eigentlich nicht zu übersehen. Er prägt die Landschaft fast so sehr wie das azurblaue Meer.

Der Kadushi: Steckbrief & Merkmale

Der Kadushi ist kein kleiner Kaktus für die Fensterbank – er ist ein wahrer Riese.

 

  • Wuchsform: Er wächst baumartig und säulenförmig. Mit der Zeit verzweigt er sich stark und kann eine beeindruckende Höhe von bis zu 10 Metern erreichen.

  • Stamm: Die Stämme sind tief gerippt (meist 9 bis 10 Rippen) und gräulich-grün.

  • Bestachelung: Die Areolen (Sitzplätze der Stacheln) tragen graue, kräftige Dornen, die im Alter etwas spärlicher werden können.

  • Blüten: Er ist ein "Nachtblüher". Seine großen, cremeweißen Blüten öffnen sich nachts, um von Fledermäusen bestäubt zu werden, und schließen sich meist schon am nächsten Vormittag.

Die Früchte: „Tampanja“

Der Kadushi liefert nicht nur Schatten (na ja, ein bisschen), sondern auch Nahrung:

 

  • Aussehen: Die Früchte sind eiförmig, etwa so groß wie ein Apfel und bei Reife leuchtend rot oder violett.

  • Geschmack: Das Fruchtfleisch ist weiß mit vielen kleinen, schwarzen (essbaren) Samen – ähnlich wie bei einer Drachenfrucht (Pitahaya). Sie schmecken dezent süßlich und erfrischend.

  • Name: Lokal werden sie oft Tampanja genannt.

Verwendung: Von der Suppe bis zum Zaun

Die Inselbewohner haben über Jahrhunderte gelernt, jedes Teil des Kaktus zu nutzen:

1. Kadushi-Suppe (Sopi di Kadushi)

Das ist wohl die berühmteste (und für Touristen gewöhnungsbedürftigste) Verwendung.

  • Herstellung: Die grünen „Zweige“ werden geschält und das innere Mark wird gekocht.

  • Konsistenz: Die Suppe ist extrem schleimig (ähnlich wie Okra). Sie gilt als sehr nahrhaft und gesund. Oft wird sie mit gesalzenem Fleisch oder Fisch serviert.

2. Lebende Zäune

Da der Kadushi so gerade und stachlig wächst, pflanzen Farmer die Säulen dicht an dicht in einer Reihe. Das Ergebnis ist ein „Living Fence“, der absolut undurchdringlich für Ziegen und ungebetene Gäste ist.

 

3. Medizin & Pflege

Das Innere des Kaktus wird traditionell bei Hautreizungen oder als natürliches Shampoo verwendet, da es feuchtigkeitsspendend wirkt. 

Kleiner Verwechslungscheck

Verwechsle den Kadushi nicht mit dem Yatu / Datu (Stenocereus griseus).

  • Der Yatu / Datu hat meist weniger Rippen, wirkt „ordentlicher“ und wird eher für die Zäune genutzt.

  • Der Kadushi ist der massivere, baumartigere Kaktus, der für die berühmte Suppe herhält.

 

Yatu / Datu

Er verzweigt sich schon vom Boden aus in mehrere einzelne Säulen. Zudem hat der Datu kürzere, dickere Stacheln als der Kadushi und ein kräftigeres Grün. Die dunkelroten Früchte von Datu heißen Dader und sind mit Stacheln besetzt.

 

Kadushi

 

Sein prägnantestes Erkennungsmerkmal ist, dass er unten am Boden einen Hauptstamm hat. Aus diesem bilden sich die Arme heraus, die leichte Einschnürungen aufweisen. Das Grün des Kadushi ist eher gräulich. Tampañá nennt man seine rot-violetten Früchte. Sie sind rund bis länglich und haben keine Stacheln. Den Kadushi Kaktus kann man essen. Sein Fruchtfleisch ist süßlich mild und wird in der berühmten Sopi di Kadushi (Kadushi Suppe) verarbeitet.

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Kalabas di Mondi

Mit dem Kalabas di Mondi (Crescentia cujete) betreten wir die Welt der „Natur-Hardware“ von Curaçao. Er ist einer der nützlichsten Bäume der Inselgeschichte, denn er liefert keine Nahrung, sondern Gefäße.

 

Hier sind die Zeilen zu diesem außergewöhnlichen Baum:

1. Die Frucht: Der „Wilde Kürbis“ am Baum

Obwohl er im Deutschen oft Kalebassenbaum genannt wird, wachsen seine Früchte nicht am Boden, sondern direkt am Stamm und an den dicken Ästen.

 

  • Optik: Die Früchte sind kugelrund, glatt und leuchtend grün. Wenn sie reifen, werden sie holzig und extrem hart.

  • Das Innere: Das Fruchtfleisch ist weißlich und für den Menschen ungenießbar (sogar leicht giftig). Aber es geht auch nicht um den Inhalt, sondern um die Schale.

2. Der „Tupperware-Ersatz“ der Ahnen

Bevor es Plastik oder industrielles Porzellan auf den Inseln gab, war der Kalabas di Mondi unverzichtbar für jeden Haushalt:

 

  • Herstellung: Die reifen Früchte werden in zwei Hälften geschnitten, das Fruchtfleisch wird herausgekratzt und die Schale getrocknet. Das weiße Fruchtfleisch, reich an winzigen Samen, wird zur Behandlung von Hautirritationen durch Manzaliña , Sonnenbrand oder Korallenverletzungen sowie gegen Räude bei Hunden und Nutztieren eingesetzt.. 

  • Die Kalebassenschale (Kalo): Die getrockneten Schalen wurden als Schüsseln, Löffel oder Wasserbehälter genutzt. Sie sind extrem leicht, langlebig und geschmacksneutral.

  • Kunsthandwerk: Heute werden die Schalen oft kunstvoll geschnitzt oder bemalt und als Souvenirs verkauft.

3. Ein architektonisches Wunderwerk

Der Baum selbst hat eine sehr eigenwillige Form:

 

  • Die Äste: Er wächst oft sehr ausladend und unregelmäßig, fast wie ein zerzauster Schirm.

  • Die Bestäubung: Da die Blüten nachts aufgehen und einen etwas strengen Geruch verströmen, werden sie hauptsächlich von Fledermäusen bestäubt.

Kibrahacha

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Der Kibrahacha (Tabebuia billbergii) ist einer der spektakulärsten Bäume auf Curaçao, bekannt für seine explosionsartige, leuchtend gelbe Blüte. Der Name stammt aus dem Papiamentu und bedeutet wörtlich „Axtbrecher“, da sein Holz extrem hart und robust ist. 

Die Blüte des Kibrahacha: Ein seltenes Naturspektakel

Das Besondere am Kibrahacha ist sein Timing. Der Baum blüht nicht nach Kalender, sondern reagiert auf die Natur.

 

Der Auslöser: Er benötigt einen kräftigen Regenschauer nach einer langen Trockenperiode.

 

Die Dauer: Die leuchtend gelben Blüten erscheinen fast zeitgleich auf der ganzen Insel, halten aber oft nur zwei bis drei Tage an.

 

Das Erlebnis: Wenn es so weit ist, verwandelt sich die sonst eher trockene, graue Landschaft Curaçaos in ein Meer aus Gold

 

Kuk´i Indjan

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Porträt der Agave vivipara

Die Kuk’i Indjan ist eine robuste, sukkulente Pflanze, die perfekt an extremes, semiarides Klima angepasst ist. Sie speichert Wasser in ihren dicken, fleischigen Blättern, um lange Dürreperioden zu überstehen.

Merkmale

  • Wuchsform: Die Pflanze bildet eine dichte Rosette aus schmalen, schwertförmigen Blättern. Diese sind oft steif und haben scharfe Dornen an den Rändern sowie eine sehr spitze Endgräte.

 

  • Blüte: Nach vielen Jahren (oft 10 bis 20) schiebt die Pflanze einen riesigen Blütenstand empor, der bis zu 5 Meter hoch werden kann.

 

  • Vermehrung: Der Name vivipara (lebendgebärend) rührt daher, dass am Blütenstand oft kleine Tochterpflanzen (Bulbillen) entstehen, die zu Boden fallen und direkt Wurzeln schlagen.

 

In der Karibik ist diese Agave weit mehr als nur eine Zierpflanze. Sie hat eine tiefe Verbindung zur lokalen Geschichte und Natur.

 

Bereich Nutzung & Bedeutung
Natur Kolibris und Fledermäuse schätzen den Nektar der Blüten. Sie sind die Hauptbestäuber.
Tradition Früher wurden die Fasern der Blätter zur Herstellung von Seilen, Netzen und Hängematten verwendet.
Zäune Wegen ihrer spitzen Dornen wird sie oft als natürlicher "Stacheldraht" gepflanzt, um Grundstücke oder Vieh abzugrenzen.
Medizin In der Volksmedizin wurden Extrakte der Pflanze gelegentlich für verschiedene Heilzwecke genutzt (Vorsicht: der Saft kann hautreizend sein).

Gemini hat gesagt

Die Kuk’i Indjan ist monokarp. Das bedeutet, sie blüht nur ein einziges Mal in ihrem Leben. Die Pflanze steckt ihre gesamte verbleibende Energie in den riesigen Blütenstiel, um die Fortexistenz ihrer Art zu sichern. Sobald die Samen und Bulbillen reif sind, stirbt die Mutterpflanze ab und hinterlässt ihren Nachwuchs im Schatten ihres trockenen Skeletts.

Hinweis: Der Saft der Agave enthält Saponine. Wenn man die Blätter schneidet, sollte man Kontakt mit der Haut vermeiden, da dies zu Rötungen und starkem Juckreiz führen kann.

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Manzalina

Wenn der Kadushi der "freundliche Riese" von Curaçao ist, dann ist die Manzalina (auch Manchineel oder Strandapfel genannt) definitiv der gefährliche Schurke und gilt als einer der giftigsten Bäume der Welt.

 

Der Name stammt vom spanischen Manzanilla de la muerte („Äpfelchen des Todes“). Auf Curaçao findest du diese Bäume oft direkt an Stränden (z. B. Playa Jeremi oder Cas Abao).

Die Manzalina: Steckbrief & Warnsignale

  • Erkennungsmerkmale: * Er wächst als Strauch oder Baum bis zu 15 Meter hoch.

    • Die Rinde ist grau-braun und im Alter rissig.

    • Die Blätter sind glänzend grün, oval und fein gezackt – sie sehen fast ein wenig "harmlos" und hübsch aus und ähneln den Blättern eines Birnbaums.

  • Das Warnsystem: Da der Baum so gefährlich ist, sind viele Stämme auf Curaçao mit einem leuchtend roten Ring oder einem roten "X" markiert. Oft stehen auch Schilder davor: "Caution: Poisonous Tree".

  • Aussehen: Die Früchte sehen kleinen grünen Äpfeln (wie Mini-Granny-Smith) täuschend ähnlich. Wenn sie reif sind, werden sie gelblich und duften verführerisch süß.

  • Gefahr: Niemals essen! Schon ein kleiner Biss führt zu schweren Verbrennungen im Mund, Schwellungen des Halses und kann tödlich sein.

  • Der gesamte Baum führt eine giftige „chemische Keule“ mit sich (v. a. Phorbol-Ester).

Warum ist er so gefährlich?

  • Der weiße Milchsaft: Tritt bei jeder Verletzung (Blattbruch, Rinde) aus. Er verursacht schwere Verätzungen und Blasen auf der Haut.

  • Regen-Gefahr: Stell dich niemals bei Regen unter eine Manzalina! Die Tropfen waschen das Gift von den Blättern. Wenn dieses Gemisch auf deine Haut oder in die Augen gelangt, brennt es wie Säure.

  • Giftiger Rauch: Selbst das Verbrennen des Holzes ist gefährlich. Der Rauch kann zu schweren Augenreizungen und sogar temporärer Blindheit führen.

Trotzdem nützlich?

Es klingt unglaublich, aber die Manzalina wird genutzt:

  • Küsten-Bodyguard: Die Bäume haben extrem starke Wurzeln. Sie sind perfekt darin, Strände vor Erosion zu schützen und Wind abzufangen.

  • Möbelbau: Das Holz ist eigentlich sehr hochwertig. Karibische Schreiner trocknen das Holz über lange Zeit in der Sonne, bis der Saft neutralisiert ist, und fertigen daraus teure Möbel.

  • Geschichte: Die Ureinwohner (Arawaks) nutzten den Saft früher, um ihre Pfeilspitzen für die Jagd und den Krieg zu vergiften.

 

 

Versklavte Menschen verwendeten den Saft des Kalbas di Mondi, um ihre Haut beim Fällen von Manzaliña-Bäumen zu schützen.

Milon di Seru

Der Milon di Seru (Papiamentu für „Bergmelone“) ist einer der skurrilsten und faszinierendsten Bewohner der trockenen Hügellandschaften auf Curaçao, Aruba und Bonaire.

Botanisch gehört er zur Gattung der Melonenkakteen (Melocactus). Er sieht aus wie eine Mischung aus einer kleinen, grünen Melone und einem stacheligen Seeigel, der direkt auf dem Felsgestein sitzt.

 

Hier sind die Zeilen zu diesem besonderen „Kopf“ der Inseln:

Der Kaktus mit der roten Mütze

Das auffälligste Merkmal des Milon di Seru ist sein „Hut“, das sogenannte Cephalium:

 

  • Die Verwandlung: Solange der Kaktus jung ist, sieht er aus wie eine normale, kugelige Pflanze. Erst wenn er ausgewachsen ist (nach vielen Jahren), bildet er obenauf ein rötliches, borstiges Kissen.

  • Das Wachstum: Ab diesem Moment wächst der grüne Körper des Kaktus nicht mehr weiter – nur noch der rote „Hut“ schiebt sich jedes Jahr ein winziges Stück nach oben. 

 

Die "Zuckerstangen" (Lollies)

Zwischen den roten Borsten des Hutes erscheinen nach dem Regen winzige, pinkfarbene Früchte:

 

  • Form: Sie sehen aus wie kleine, glänzende Chili-Schoten oder Lippenstifte.

  • Geschmack: Die Früchte sind essbar und schmecken säuerlich-süß, fast wie ein natürliches Gummibärchen. Kinder auf den Inseln pflücken sie oft direkt vom Kaktus und nennen sie liebevoll „Lollies“.

Ein echter Überlebenskünstler

Der Milon di Seru wächst dort, wo fast nichts anderes überlebt:

 

  • Standort: Er bevorzugt nackten Kalkstein oder vulkanisches Gestein, oft an den windgepeitschten Nordküsten der Inseln.

  • Gefahr: Da er sehr langsam wächst (ein Kaktus mit einem hohen „Hut“ kann 50 Jahre oder älter sein!), ist er streng geschützt. Ihn auszugraben ist verboten, da er außerhalb seines speziellen Mikroklimas auf den Hügeln meist sofort eingeht.

Moringa

Warum nennt man MORINGA Wunderbaum  oder Superfood?

Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten. Es gibt einen Grund, warum der Moringa Oleifera- Baum den Namen " Wunderbaum" , Meerrettichbaum oder Trommelstockbaum trägt. Nicht viele Pflanzen sind so vorteilhaft für unsere Gesundheit wie diese. Moringa gilt als eines der nährstoffreichsten Gewächse der Erde. Neben antioxidantischer Wirkung und damit Schutz vor freien Radikalen soll Moringa das Immunsystem stärken, sowie die Durchblutung und den Stoffwechsel anregen. 

Die meisten Nährstoffe werden in den Blättern gespeichert. Auch geröstet sind Moringa-Samen ein leckerer Knabberspaß, der an Nüsse erinnert. Aus den Samen lassen sich auch Sprossen ziehen, die ähnlich schmecken wie Rettich. Man kann sie prima zum Würzen von Suppen und Soßen verwenden oder auch roh im Salat oder auf dem Brot verspeisen.

 

7x mehr Vitamin C als Orangen

4x mehr Kalzium als Milch

4x mehr Vitamin A als Karotten

doppelt soviel Protein wie Joghurt

3x mehr Kalium als Banane

mehr Eisen als Spinat

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Sowohl in den Blättern als auch in den Samen sind viele verschiedene Antioxidantien gespeichert.

Vitamine A & C , Omega-3 , Zink , 18 der 20 bekannten essenziellen Aminosäuren (die unser Körper nicht produziert) und Zeatin (das den Transport all dieser Nährstoffe durch unseren Körper unterstützt).

Herrscht ein Ungleichgewicht im Körper vor, können Krankheiten entstehen. Die frische Wurzel und die Samen des Moringa-Baumes wirken laut der ayurvedischen Lehre Pitta - erhöhend. Moringa wirkt entgiftend und entzündungshemmend. Es stärkt auf diese Weise die körpereigene Abwehr.

Mit Zitrone und Honig oder auch Ingwer und Minze verfeinert schmeckt man das scharfe Aroma von Moringa nicht mehr heraus. Moringa-Pulver erinnert – ähnlich wie Matcha – im Geschmack an frisches Heu, Gras und säuerlich-herben Tee.

 

Der Baum wächst sehr schnell und trägt mehrmals im Jahr Früchte. Die Blätter sind sehr nahrhaft. In Indien und in einigen Ländern Afrikas werden im Rahmen staatlicher Programme zur Bekämpfung des Hungers viele Moringa-Bäume gepflanzt, um die Armen zu ernähren.

 

Unsere Gäste im CAS IGUANA können im Urlaub die Wirkung des Moringabaumes gerne testen. Auf dem Grundstück im Bereich der kleinen Treppe, die zum Pool führt, gedeiht ein Moringabaum.

 

Moringapulver und - samen können Sie bequem zu Hause im Onlinhandel bestellen.

 

Palu di Lechi

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Im Deutschen wird Cryptostegia grandiflora gelegentlich als Indischer Gummiwein bezeichnet. Auch der Name Kautschukrebe ist zu finden, abgeleitet vom englischen „rubber vine“.

 

 

Diese Pflanze hat ihren Ursprung in Madagaskar und ist bekannt für ihre kletternden, verholzenden Triebe und auffälligen, trichterförmigen Blüten in Lila oder Rosatönen.

Merkmale

  • Wuchsform: Es handelt sich um eine schnell wachsende, kletternde Rebe, die sich um Bäume und andere Strukturen winden kann.

  • Blätter: Die Blätter sind dunkelgrün, glänzend, oval und gegenständig angeordnet.

  • Blüten: Die auffälligsten Merkmale sind die großen, trichterförmigen Blüten. Sie sind meist violett oder rosa-violett mit einem dunkleren Schlund.

  • Kautschukproduktion: Wenn die Pflanze verletzt wird, tritt ein weißer, milchiger Saft (Latex) aus, der zur Kautschukproduktion verwendet werden kann. 

Giftigkeit und Gefahren

Obwohl sie nicht so hochgiftig ist wie Euphorbia curassavica, enthält auch Cryptostegia grandiflora Herzglykoside, die bei Einnahme giftig sein können. Der Latex kann auch Hautreizungen verursachen. Daher ist im Umgang mit dieser Pflanze Vorsicht geboten.

Palu di Sia blanku

Wir dringen jetzt tief in die Botanik der ABC-Inseln vor! Die Bursera karsteniana, auf Papiamentu oft als eine weitere Variante des Palu di Sia (manchmal spezifischer als Palu di Sia Blanku bezeichnet, da die Abgrenzung zur B. bonairensis lokal oft fließend ist), ist ein ganz besonderer Charakter in der trockenen Flora.

Der "Echte" Weiße Sia

Während die Bursera simaruba (Kòrá) durch ihr auffälliges Rot besticht, ist die Bursera karsteniana die vornehme, eher blasse Verwandte.

 

  • Die Rinde: Ihr Hauptmerkmal ist die grau-weiße bis silbrige Rinde. Sie schält sich zwar auch in papierdünnen Schichten ab, aber diese sind hell und wirken fast wie Pergament. Das verleiht dem Baum in der gleißenden Mittagssonne ein fast leuchtendes, geisterhaftes Aussehen.

 

  • Wuchsform: Sie wächst oft etwas knorriger und gedrungener als die rote Sia. Ihre Äste biegen sich oft in skurrile Formen, geprägt durch den ständigen Passatwind.

 

 

  • Die Blätter: Die Blättchen (Fiedern) sind meist etwas schmaler und ledriger als bei der B. simaruba, was ein zusätzlicher Schutz gegen die enorme Verdunstung auf den kalkhaltigen Böden ist.

Das aromatische Erbe

Wie alle Bursera-Arten (die zur Familie der Balsambaumgewächse gehören, genau wie Weihrauch und Myrrhe) ist auch die B. karsteniana hochgradig aromatisch:

 

  • Das Harz: Wenn man die Rinde ritzt, verströmt sie einen intensiven, zitrusartigen Terpentingeruch. Dieses Harz ist auf den Inseln legendär. Es wurde früher gesammelt, getrocknet und als Räucherwerk verbrannt, um böse Geister oder schlichtweg Moskitos aus den Häusern zu vertreiben.

  • Medizinische Nuance: Während der rote Sia (Kòrá) der Spezialist für Hautverbrennungen ist, wird der weiße Sia (Blanku/karsteniana) in der Volksmedizin oft eher bei innerlichen Beschwerden (als Tee aus der Rinde bei Magenproblemen) oder zur Inhalation bei Atemwegserkrankungen erwähnt.

Ein Baum der Extreme

Die Bursera karsteniana findet man oft an Orten, die für andere Bäume zu extrem sind – direkt auf den exponierten Kalksteinplateaus, wo kaum Erde vorhanden ist. Sie verankert sich in den kleinsten Felsspalten und trotzt der Salzgischt der Nordküste.

Wabi

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Der Wabi-Baum (wissenschaftlich Vachellia tortuosa, früher Acacia tortuosa) ist ein charakteristischer Bestandteil der Flora auf Curaçao und den anderen ABC-Inseln. Er ist bekannt für seine extreme Widerstandsfähigkeit, aber auch für seine wehrhaften Dornen.

 

Hier ist eine Übersicht zu dieser besonderen Pflanze:

1. Merkmale und Aussehen

  • Wuchsform: Er wächst meist als stark verzweigter, ausladender Strauch oder kleiner Baum (etwa 2 bis 6 Meter hoch). Die Äste wachsen oft in zickzackförmigen („twisted“) Mustern, was ihm den Namen Twisted Acacia eingebracht hat.

  • Dornen: Der Wabi ist berüchtigt für seine langen, weißen und sehr spitzen Dornen. Diese sind so stabil, dass sie problemlos durch dünne Schuhsohlen oder Fahrradreifen dringen können.

  • Blüten und Früchte: Er trägt kleine, hellgelbe, kugelförmige Blütenstände, die sehr angenehm duften. Die Samen reifen in dunklen, leicht behaarten und eingeschnürten Schoten heran.

  • Blätter: Die Blätter sind doppelt gefiedert und sehr fein, was dem Baum trotz der Dornen ein fast filigranes Aussehen verleiht.

2. Ökologische Bedeutung auf Curaçao

Der Wabi ist eine sogenannte Pionierpflanze. Er besiedelt oft als Erstes karge oder gerodete Flächen.

 

  • Bodenverbesserung: Als Leguminose kann er Stickstoff aus der Luft binden und so die Bodenqualität für nachfolgende Pflanzen verbessern.

  • Schutzraum: Die dichten, dornigen Zweige bieten Vögeln und kleinen Reptilien sichere Nistplätze, die für Raubtiere schwer zugänglich sind.

  • Überlebenskünstler: Er ist extrem dürreresistent und kommt mit den salzhaltigen Winden und den kargen Kalksteinböden der Insel bestens zurecht.

3. Wissenswertes und Vorsicht

Hinweis für Wanderer: Auf Curaçao sagt man oft scherzhaft, der Wabi sei „nicht sehr freundlich“. Wenn man in der Natur (dem Kunuku) unterwegs ist, sollte man unbedingt auf festes Schuhwerk achten, da die abgefallenen Dornen oft im Boden lauern.

Watakeli

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Der Watakeli ist leicht an seinen leuchtend orangefarbenen Früchten und den kleinen, weißen, duftenden Blüten zu erkennen. Er ist eine sehr wichtige Pflanze für die lokale Tierwelt, da seine Früchte eine Hauptnahrungsquelle für viele Vögel der Insel sind, wie zum Beispiel den prachtvollen gelben Trupial.

 

Die Blätter sind meist dunkelgrün, oval und fühlen sich oft etwas rau oder ledrig an, was dem Baum hilft, die Feuchtigkeit in der karibischen Hitze zu speichern.

BOTANISCHE EINORDNUNG & WUCHS

  • Erscheinung: Er wächst entweder als großer, dichter Strauch oder als kleiner Baum, der eine Höhe von etwa 4 bis 7 Metern erreichen kann.
  • Blätter: Die Blätter sind wechselständig angeordnet, oval und haben eine glänzende, dunkelgrüne Oberseite. Wenn man darüber streicht, fühlen sie sich oft etwas fest und ledrig an – eine Anpassung an das trockene Klima, um die Verdunstung zu reduzieren.
  • Blüten: Die Blüten sind schneeweiß, trichterförmig und verströmen besonders in den Abendstunden einen sehr intensiven, süßlichen Duft. Dieser lockt Nachtfalter, aber tagsüber auch Kolibris an.

DIE FRÜCHTE: DAS "BUFFET" DER INSEL

Die Früchte sind das markanteste Merkmal des Watakeli:

  • Farbe: Sie leuchten in einem kräftigen Orange bis Orangerot.
  • Bedeutung für Tiere: Wenn der Watakeli Früchte trägt, ist er der Treffpunkt für die Vogelwelt Curaçaos. Besonders der Trupial (der berühmte orange-schwarz-weiße Vogel), der Chuchubi (Spottdrossel) und der Warawara (Greifvogel, der auch Früchte nicht verschmäht) lieben diese Beeren.
  • Essbarkeit für Menschen: Die Beeren sind technisch gesehen essbar und haben ein schleimiges, leicht süßliches Fruchtfleisch. Sie gelten jedoch nicht als Delikatesse und werden auf Curaçao kaum vom Menschen verzehrt – sie werden traditionell den Vögeln überlassen. 

ÖKOLOGISCHE & KULTURELLE ROLLE

  • Bodenfestiger: Da der Watakeli sehr tief wurzelt, hilft er auf Curaçao, die Erosion des kargen Bodens zu verhindern.
  • Heilkunde: In der traditionellen karibischen Medizin wurden Extrakte aus der Rinde oder den Blättern gelegentlich bei Beschwerden wie Durchfall oder zur Wundreinigung verwendet, da sie Gerbstoffe enthalten.
  • Gartenbau: Aufgrund seiner Schönheit und seiner Widerstandsfähigkeit gegen Wind und Salzsprühe ist er ein beliebter Baum für Gärten auf der Insel, um Schatten zu spenden und gleichzeitig Wildtiere anzulocken.