DATU


Datu (Stenocereus griseus) (spanisch oft „Pitayo de Mayo“) ist eine Pflanzenart der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Der säulenförmige Kaktus stammt ursprünglich aus Venezuela und angrenzenden Gebieten. Er zeichnet sich durch seine grauen Dornen und seine bis zu 15 Meter hohe Wuchsform aus.

Der "Lebende Zaun" (Tranké)

Das ist die wohl berühmteste Verwendung des Datu auf Curaçao, Aruba und Bonaire. Da Holz früher knapp und teuer war, nutzten die Bewohner die natürliche Abwehrkraft des Kaktus:

  • Anpflanzung: Man schneidet junge Datu-Säulen ab und pflanzt sie extrem dicht nebeneinander in den Boden.

  • Das Ergebnis: Die Säulen wachsen an und bilden eine undurchdringliche, stachelige Wand. Kein Esel, keine Ziege und kein ungebetener Gast kommt durch einen gut gepflegten Datu-Zaun.

  • Pflege: Diese Zäune werden regelmäßig gestutzt, damit sie nicht zu hoch werden und ihre Dichte behalten.

 

 

Die weißliche bis rosafarbene Blüten, blühen nachts bis in den Morgen. Die Früchte sind essbar.

 

Die Blüten wurden früher gekocht, um Augen- oder Mundabszesse zu behandeln.

Datu_Säulenkaktus_curacao

Datu vs. Kadushi: Der kleine Unterschied

Man kann sie leicht verwechseln, aber es gibt zwei klare Merkmale:

 

  1. Wuchsform: Der Datu wächst meist in mehreren parallelen Säulen direkt aus der Basis nach oben (wie ein Kerzenleuchter). Der Kadushi bildet oft einen dicken Stamm und verzweigt sich weiter oben wie ein Baum.

  2. Die Rippen: Der Datu hat meist weniger Rippen (oft 6 bis 10) als der Kadushi, was ihm ein kantigeres, sternförmiges Profil im Querschnitt verleiht.

Die Früchte: Yatu

Der Datu bringt wunderbare Früchte hervor, die lokal oft Yatu genannt werden:

 

  • Sie sind rund, rötlich und – Achtung – mit feinen Stacheln besetzt.

  • Das Fruchtfleisch ist tiefrot, süß und erinnert geschmacklich an eine Mischung aus Drachenfrucht und Kiwi.

  • Man muss sie vorsichtig schälen, aber sie sind eine echte Delikatesse der trockenen Tropen.

Datu-Kadushi-curacao